Fahrzeugtechnologie entwickeln am Neighborhood Electric Vehicle (NEV)

An einem eigenen Projekt modernste Fahrzeugtechnologie in der Praxis entwickeln, das ließ die Studierenden im Fahrzeugtechnologieseminar der Hochschule Karlsruhe am 26.2. hellhörig werden. Im Rahmen des Seminars referierte unser Teamleiter für Fahrzeugarchitektur über die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen für ein Neighborhood Electric Vehicle (NEV) bei GIGATRONIK. Bekanntester Vertreter dieser Fahrzeuggattung ist das Golf Cart.


Eduard Zimmer, Teamleiter für Fahrzeugarchitektur bei GIGATRONIK, zeigte an der HS Karlsruhe die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen an einem Neighborhood Electric Vehicle.
Zu den bisherigen studentischen Arbeiten rund um das GIGATRONIK-NEV zählt auch eine Designstudie.

Über 100 Studierende im 5. Semester der Studiengänge Mechatronik und Fahrzeugtechnologie hatten sich für das einwöchige Fahrzeugtechnologieseminar angemeldet. Die Pflichtveranstaltung findet jedes Semester statt und soll den Studierenden eine Orientierungshilfe für den Einstieg in die industrielle Praxis sowie für Praktikums- und Abschlussarbeiten bieten. An jedem Tag der Seminarwoche referieren dabei Vertreter aus der Industrie über aktuelle Projekte in den Unternehmen, um den Teilnehmern einen authentischen Eindruck von der Arbeit in Industrieunternehmen zu vermitteln.

Das Vortragsthema von GIGATRONIK erscheint nur auf den ersten Blick ungewöhnlich. Denn Golf Carts bzw. NEV sind kompakt, sicher und kostengünstig in der Beschaffung, das macht die Leichtkraftfahrzeuge ideal für die Forschung und die Ausbildung von Studierenden. Das Forschungs-NEV bei GIGATRONIK in Stuttgart hat sich in den vergangenen 18 Monaten bereits stark weiterentwickelt – durch Abschlussarbeiten, Praktika und die Arbeit von Werkstudenten.

Die bisherige Entwicklung des GIGATRONIK-NEV:

  1. Bestandsaufnahme: Analyse des Basisfahrzeugs 
  2. Entwicklung der E/E-Fahrzeugarchitektur mit PREEvision 
  3. Umbau zu einem by-wire Fahrzeug (Sidestick und Lenkrad mit Pedalerie)
  4. Entwicklung und Integration von LED-Scheinwerfern und einem Display als Kombiinstrument 
  5. Umfelderfassung durch Parksensoren, Hochleistungs-US-Sensoren und Radarsensor
  6. Reengineering des Bordnetzes 
  7. Fahrerassistenzsysteme: Einparkassistent und Notbremsassistent 
  8. Marktanalyse 
  9. Designstudie 


Spätestens an diesem Punkt des Vortrags wich die anfängliche Verwunderung über das ungewöhnliche Entwicklungsfahrzeug dem großen Interesse der Seminarteilnehmer im Hörsaal der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Die Entwicklung am NEF gibt den Studierenden die Möglichkeit, ihr eigenes Projekt zu verwirklichen, den Projektfortschritt mitzuverfolgen und am Ende ein handfestes Ergebnis zu sehen. Diese Art der Praxiserfahrung im Studium ist nicht selbstverständlich. Oftmals finden Projekte rein am Computer statt und werden erst umgesetzt, wenn der Student oder die Studentin längst nicht mehr im Unternehmen ist.

Bei GIGATRONIK soll das Projekt NEV weiter ausgebaut werden. Offene Arbeiten für Studierende sind beispielsweise die Entwicklung eines Antriebssystems oder eines energetischen Bordnetzes, die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen bis hin zum autonomen Fahren sowie Displaykonzepte, HMI oder innovative Flottenkonzepte. Darüber hinaus sind viele weitere Themen denkbar.

Studierende, die sich für das Projekt interessieren, finden alle aktuellen Stellenangebote und Informationen zur Initiativbewerbung unter www.gigatronik.com/karriere.

Florian Rubländer
Corporate Communications

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